Schwerpunkte

Wir bieten ein breites Spektrum der
zahnärztlichen Chirurgie an.

Zahnimplantate

Als kieferchirurgische Praxis sind wir auf das Einsetzen von Implantaten und alle vorbereitenden Operationen spezialisiert. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Zirkonoxid- Keramik. Sie werden in einem kurzen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt. Wenn die Umstände es erlauben kann der zu entfernende Zahn sofort durch ein Implantat ersetzt werden (Sofortimplantat). Nach dem Eingriff muss das Implantat in den Kieferknochen einwachsen, dies dauert in unkomplizierten Fällen 6-12 Wochen. Danach wird das Implantat von Ihrem Zahnarzt mit einem entsprechenden Kronenaufbau ergänzt.

Kieferkammaufbauten

Knochenschwund im Kieferbereich kann nicht nur die Anfertigung von Brücken und Prothesen erschweren, sondern auch das Einsetzen von Implantaten verhindern. In solchen Fällen können Knochendefekte jedoch mit eigenem Knochen aus anderen Kieferabschnitten oder mit Kunstknochen behoben werden. Im zahnlosen Seitenzahnbereich des Oberkiefers ist es oft notwendig, eine Erhöhung des Kieferkammes in Richtung Kieferhöhlenboden vorzunehmen.

Operative Zahnentfernungen

Sie können notwendig werden bei tief beschädigten, kariösen Zähnen oder bei nicht durchgebrochenen, retinierten Zähnen, d.h. solchen, die noch unter dem Zahnfleisch im Knochen liegen. Meistens handelt es sich bei letzteren um Weisheitszähne, jedoch auch Eckzähne oder kleine Backenzähne können „retiniert“ bleiben. Ab dem 30. Lebensjahr kann jeder nicht durchgebrochene Zahn ein Entzündungsherd im Körper sein. Oft verursachen Weisheitszähne jedoch schon früher Beschwerden und müssen daher entfernt werden.

Wurzelspitzen-resektion

Entzündungen im Bereich der Zahnwurzel können zu umfangreichen Beschwerden führen. Oft ist ein solcher Entzündungsherd (Zahngranulom, Zahnzyste) aber oberflächlich symptomlos und nur auf dem Röntgenbild zu sehen. Bei der Wurzelspitzenresektion wird die Wurzelspitze freigelegt, dann leicht gekürzt und das entzündete Gewebe (Zahngranulom, Zahnzyste) rundum entfernt. Anschließend wird der Wurzelkanal je nach Bedarf mit einem Füllmaterial abgedichtet (Füllzement).

Zahnfleisch-operationen

Lokaler Zahnfleischschwund kann je nach Ursache und Situation durch Verschiebetechniken, Bindegewebs - oder Zahnfleischtransplantationen angehalten werden. Im Rahmen der Parodontalchirurgie wird von uns eine umfassende Tiefenreinigung der Zahntaschen durchgeführt. Die Zahnfleischtaschen werden geöffnet und das entzündliche Gewebe entfernt. Die Behandlung kann auch Maßnahmen zum Aufbau der Kieferknochensubstanz durch körpereigenen Knochen, synthetischem Wachstumsfaktor (Emdogain) oder der PRF- Methode (s.unten) umfassen.

Zahn-transplantationen

Sie werden vorwiegend im Jugendlichen- und frühen Erwachsenenalter durchgeführt, da der zu transplantierende Zahn noch nicht fertig ausgewachsen sein sollte. In Frage kommen noch nicht durchgebrochene Eck-, Backen- und Weisheitszähne, die von ihrem ursprünglichen Zahnbett in das eines verlorengegangenen Zahnes transponiert werden. In den meisten Fällen werden Weisheitszahnkeime (sie haben das Wurzelwachstum noch nicht beendet) in die Lücke eines großen Backenzahnes transplantiert.

Piezochirurgie

Die Piezochirurgie ist eine moderne Technik in unserem Fachgebiet. Es handelt sich dabei um eine ultraschallunterstützte Chirurgie, mit deren Hilfe es möglich ist, Knochen mittels schwingender Instrumentenspitzen schonend zu bearbeiten oder zu entnehmen. Es erlaubt, in kritischen Situationen sicher zu operieren, ohne empfindliche Strukturen wie Nerven, Gefäße oder Weichgewebe zu verletzen.

PRF-Methode  (plättchenreiches Fibrin)

Zur Unterstützung der Einheilung können die Knochenaufbauten des Kiefers mit Eigenblutprodukten angereichert werden. Durch einfache Blutabnahme unmittelbar vor der Operation wird aus dem körpereigenen Blut eine kleine Menge an plättchen - und fibrinreichem Plasma durch Zentrifugieren gewonnen (Choukroun Methode). Die Blutplättchen setzen im Zuge der Blutgerinnung Wachstumsfaktoren frei, die einen positiven Einfluss auf den Heilungsverlauf haben. Das Fibrin bewirkt durch seine Klebeeigenschaften eine Stabilisierung des Knochenaufbaues. Somit wird eine biologische Wundheilung durch die körpereigene Plasma-Membran erreicht.

DVT Röntgen

Die digitale Volumentomographie (DVT) ist ein dreidimensionales, bildgebendes Tomographie-Verfahren. Im Vergleich zur Computertomographie (CT) wird eine wesentlich strahlenärmere Technik verwendet.
Die CT nimmt jeweils einzelne Scheiben des Körpers auf, die anschließend als Volumen zusammengesetzt werden. Die DVT Aufnahme dagegen kann direkt ein Volumen in einem Durchlauf aufnehmen. In dieser einen Aufnahme sind sämtliche Grunddaten enthalten, die über eine hochmoderne Software verschieden aufbereitet werden können. Es lassen sich präzise Bilder zur Diagnose und effektiver Behandlung im 3-D-Format herstellen.


Die Vorteile der DVT im Vergleich zum Panoramaröntgen sind die dreidimensionale Darstellung, d.h. die räumliche Darstellung des Kiefers sowie die wesentlich geringere Strahlenbelastung im Vergleich zur CT.

Die DVT mit ihrer 3D-Visualisierung ermöglicht den Kiefer- und Gesichtsknochen, Kiefergelenke, Kieferhöhlen, Zähne, Nervenverläufe und Zahnwurzeln bis ins kleinste Detail abzubilden, zu vermessen und bewerten.
Sie dient als wichtige Dateninformation für die computergestützte Chirurgie- und Implantatplanung. Höhe, Breite und Tiefe des Kieferknochens lassen sich zum Beispiel nur über die digitale 3D-Röntgendiagnostik ganz exakt bestimmen. Sensible Strukturen wie der Unterkiefernerv und der Kieferhöhlenboden im Oberkiefer können dreidimensional genau ausgemessen und somit geschont werden. 

 

Veränderungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen, wie sie oft im Zusammenhang mit einer entzündeten Wurzelspitze auftreten.

 

Verlagerte Weisheitszähne und entzündetes Kieferknochengewebe können auf den dreidimensionalen DVT-Aufnahmen genau untersucht werden. 

 

Durch den Einsatz der Volumentopographie lässt sich die Anzahl und Ausrichtung der Wurzelkanäle sowie die Position und Ausdehnung von Tumoren und Zysten besser darstellen.

Navigierte Implantation

Die computergestützte 3D-Implantatplanung unter Verwendung von präzisen, individuellen Bohrschablonen ermöglicht dem Operateur den chirurgischen Eingriff genau und sicher zu steuern.
Im Vorfeld werden mit moderner Röntgentechnik (DVT) hochauflösende Bilder von Zähnen und Kieferknochen angefertigt. Durch eine spezielle Software wird anschließend die dreidimensionale Darstellung des Knochens und die Beurteilung der Knochenqualität des Kiefers ermöglicht. Zusätzlich zeigen die Röntgenbilder den Verlauf von Nerven und Blutgefäßen im Operationsgebiet. Die Größe, Lage und Ausdehnung der Kieferhöhlen sowie individuelle anatomische Besonderheiten werden bis ins kleinste Detail dargestellt.
Diese exakte Diagnostik im Vorfeld erlaubt die genaue Planung der zu setzenden Implantate. Aus den Datensätzen angefertigte Bohrschablonen erlauben in Folge die navigierte Implantation, bei der die Bohrtiefe und die Bohrrichtung vorgegeben sind. 

Vorteile der 3D Planung:

  • Mehr Sicherheit bei komplizierten Kieferverhältnissen, geringem Knochenangebot oder sehr engen Platzverhältnissen im Kiefer.
  • Möglichkeit der minimalinvasiven Operation mittels Bohrschablonen, dadurch geringere Blutung und Schwellung.
  • Digitaler Workflow: Digitale Datensätze ermöglichen dem Zahnarzt die nachfolgenden Konstruktionen passgenau anzufertigen
  • Der Zahnersatz kann nach der Implantation schneller eingegliedert werden, da der Zahnersatz bzw. ein Provisorium bereits vorab geplant und vorbereitet werden kann.


Die Notwendigkeit des Einsatzes der navigierten Implantation hängt von der individuellen Patientensituation ab, aber auch von der Erfahrung des Operateurs.